Category Archives: Ausgaben 2015

Ausgabe 8

»Tabuin«, René Littek, 2004

Bild: »Tabuin«, René Littek, 2004

Tod … Untod … das, was danach kommt.

Als ich mir dieses Thema im Forum mit den Fans zusammen überlegt habe, hätte ich nicht gedacht, dass es zum Erscheinen der Ausgabe so präsent sein würde. In allen Medien sind Tod und die Angst vor dem Terror die bestimmenden Nachrichten.

Am Freitag, den 13. November, wurde es dann omnipräsent. Während man morgens vielleicht noch Witze gemacht hatte, an dem Tag würde nur denjenigen etwas passieren, die abergläubisch wären, wurde man am Abend dann gewahr, dass man nicht alleine über sein Schicksal und sein Leben entscheidet, dass der Tod schnell und unerwartet kommen kann.

Daran, dass der Tod im fernen „Nahen Osten“ täglich Dutzende bis Hunderte aus ihrem Leben reißt, daran haben wir uns von den Medien gewöhnen lassen. Nun geschah eben dies direkt vor unserer Haustür, traf nicht nur „irgendwelche Menschen aus der Tagesschau“, sondern Nachbarn, auch „Landsleute“. Die Gewöhnung versagte, Betroffenheit zog bei uns ein. Auch Angst macht sich in solchen Augenblicken breit, wenn die Bilder von Trauer, Opfern und Blumenmeeren an zentralen Orten die Medien überfluten.

Ein Weg der Kompensation dieser Angst, der Trauer, ist es, seine Online-Präsenz anzupassen, auf diese Art seine Betroffenheit, Anteilnahme und sein Mitgefühl zu zeigen. Gut und richtig. Da gibt es nichts zu kritisieren, auch nicht eine euro-zentrische Sicht zu bemäkeln. Gerade mit moralin-saurer und besserwisserischer Kritik sollte man sich in diesen Tagen zurück halten. Jeder hat (s)eine eigene Art, mit dem Thema umzugehen. Das sollte man respektieren.

Trauer und Betroffenheit brauchen Zeit und Kraft, die nicht jeder Mensch immer in dem Maße bereit stellen kann, wie er es vielleicht möchte. Das heißt auch, dass schnelle Entschlüsse kaum ein Mittel gegen die Folgen solcher Ereignisse sein können. Während der eine oder andere Politiker oder Demagoge nun nach radikalen Reaktionen ruft, sei es die ewige Forderung nach totaler Überwachung, absoluter Abschottung oder einem Krieg Europas gegen „den Feind“, sollte man sich von solcher Hysterie nicht anstecken lassen. Meist ist so etwas nur ein Zeichen der eigenen Hilflosigkeit, im schlimmsten Fall ein bewusster Missbrauch der Toten für die eigene Agenda.

Dass das Töten von Menschen keine Verbesserung der eigenen Position bringt, zeigt gerade der Nahe Osten mit schonungsloser Deutlichkeit.

Ich habe länger darüber nachgedacht, ob wir angesichts der realen Ereignisse dieser Tage wirklich das Thema „Tod“ bringen sollen. Ist es eventuell falsch oder gefühllos? Respektlos? Ich denke nicht.

Dabei war nicht ausschlaggebend, dass wir den Tod in fiktiver Umgebung platzieren, dass alles in den Artikeln ohne Bezug zur Wirklichkeit sei. Eben dies nicht. Rollenspiel geschieht immer mit einem direkten Bezug zur Realität. Wer sich in seiner Freizeit, seinen Gedanken und seiner Phantasie mit fremden Welten und anderen Realitäten beschäftigt, der sieht auch seine eigene Umwelt oftmals kritischer und erkennt Potential zu Verbesserungen. Viele Spieler sind in ihrem Alltag politisch aktiv oder unterstützen NGOs mit sozialem Charakter. Mir persönlich sind auch keine Spieler bekannt, welche dabei zu politisch extremen Positionen tendieren. Ob dies nun am Rollenspiel und der dazu einfach zwingend notwendigen Kompetenz von Miteinander, Kommunikation und Interaktion liegt, oder, ob es andersherum ist, dass solche Menschen einfacher zum Rollenspiel finden, das kann ich nicht sagen.

Sicher bin ich mir jedoch darin, dass Rollenspiel ein probates Mittel ist, Trauer und Angst zu begegnen, neue Kraft zu generieren und sich für den Alltag zu stärken. Auch und vielleicht
gerade mit Themen, die man im Alltag eher vermeidet. Es mag also dem einen oder anderen Mitmenschen helfen, wenn er am Spieltisch den Tod oder Untod besiegen kann. Wenn er in seiner Phantasie das Thema in Artikeln und Bildern in Form gießt, wenn er für sich einen Weg findet, den Tod in seinen Alltag zu integrieren – und sei es nur unterbewusst.

Und so können alle Texte in dieser Ausgabe hilfreich sein. Einer der – mir – wichtigsten Aspekte des Rollenspiels ist es, dass man mit dem Schreiben an Settings und an Abenteuern, anderen
Menschen Freude schenken kann. Ihnen ein paar Augenblicke abseits von Alltag, Stress und eben auch Angst und Trauer, gönnen kann.

Wir sehen uns auf der nächsten Con …

Peter Horstmann
(Chefredakteur)

cover08

Ausgabe 7

Jadoo … Magie … das Übernatürliche und Unerklärliche … Psi.

Es gibt eine Menge Begriffe und sicherlich ähnlich viele persönliche Definitionen, was man noch akzeptiert und wo es dann aufhört. Im Rollenspiel ist die Magie aus vielen Settings nicht wegzudenken, teilweise bildet sie die Grundlage für die gesamte Weltordnung. Das war ausreichend für uns, das Thema in einer eigenen Ausgabe aufzugreifen. Die Anzahl der Einsendungen hat – erfreulicherweise – wieder einmal die Möglichkeiten der Ausgabe überstiegen.

Über ein anderes aktuelles Thema haben wir uns ebenfalls Gedanken gemacht und das Ergebnis findet ihr auf der letzten Seite dieser Ausgabe. Wir können nur hoffen, dass ihr das auch so seht und mitmacht.

Die kommende Ausgabe widmet sich dem Leben nach dem Tod, sei dies nun als Untoter oder im Rahmen von Kulten und Religionen. Auch der Tod selber, die Rituale einer Gesellschaft und der Umgang mit dem Thema kann Grundlage eines Artikels sein. Wie man diesen Zustand herbeiführt, wird dann Thema der Ausgabe 9 werden. Aktuelle Infos dazu gibt es wie immer im Forum.

Wir sehen uns auf der nächsten Con …

Peter Horstmann
(Chefredakteur)

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Ausgabe 6

Luft … von den Allgemeinplätzen, wie, dass wir ohne sie nicht auskommen oder wir sie eh viel zu sehr verschmutzen, einmal abgesehen, steht sie als Symbol für Bewegung und Geschwindigkeit, in der Lehre der vier Elemente aber auch für ein positives, fröhliches Gemüt.

Für uns bedeutet es hier auch den Abschluss eines ersten Zyklus. Die bisherigen Ausgaben hatten sich alle einem Element verschrieben:

  • #1 Wasser
  • #2 Feuer
  • #3 Humus
  • #4 Eis
  • #5 Erz

und mit der Luft ist das Hexagramm nun abgeschlossen.
Im Forum haben wir angefragt, welches Oberthema die nächste Ausgabe haben soll. Die Beteiligung war gut und als Ergebnis ist „Die Manipulation der Welt mit besonderen Kräften“ erwählt worden.

Wir erwarten nun Geschichten, Spielhilfen oder
auch Bilder zu den vielen Aspekten des Themas
und werden sie dann in der Ausgabe 6 präsentieren.

Wir sehen uns auf der nächsten Con …

Peter Horstmann
(Chefredakteur)

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Sonderausgabe 15 Jahre Myranor

Im Oktober, auf der Messe in Essen, feiern wir 15 Jahre Myranor!
Nicht immer sah es so aus, als wäre so ein Jubiläum zu erreichen. Der Anfang war offenbar nicht so, wie man sich das vorgestellt hatte – was sicher für beide Seiten des Werkes gilt, Leser und Autoren.
Das Kleine hatte schon einige Schwierigkeiten bei seinem Start ins Leben. Die Zeit bis zum Kindergarten war holprig, wenn auch ambitioniert, und munter stapfte es drauf los. Meist war es in warmen Zonen unterwegs und erzählte uns alles, was es so fand und sah. Vieles von dem, manche meinten gar alles, trug Fell. Das war neu und damit gewann es nur wenige Freunde. Andere wurden schnell davon abgeschreckt, dass es nach vermeintlich alten oder gar falschen Regeln lebte. So schwand das Interesse und es wurde recht still um das jüngste Kind von Los und Sumu. Mit
der Zeit bekam man den Eindruck, auch die Eltern hätten das Kind verstoßen.
Eine Handvoll Unerschrockener sammelte sich, das Kind auch weiterhin zu begleiten, seinen Geschichten zu lauschen, es mit eigenen Erzählungen zu unterhalten und seine Entwicklung ganz
allgemein zu fördern. Die Namen dieser frühen Helden sind Benjamin Filitz, Johannes BorgwardtInes Krtschil, Jan Philipp Fiedler, Bernadette WundenTobias Mauritius Fink, Kai Frederic EngelmannMatthias Löffler und Stephan Rubach. Sie gründeten die Memoria Myrana und hielten das Interesse am Güldenland aufrecht. Schaut man heute zurück, möchte man meinen, ohne sie – ohne das eigene Schreiben, ohne das immer wieder Herantreten an die Redaktion auf Cons, das Fordern neuer Publikationen – wäre die Geschichte vielleicht eine andere geworden.
Andere kamen in den Jahren seitdem hinzu, wie u. a. René Littek, Christian Saßenscheidt, Jochen Willmann, Kirsten Schwabe und auch ich.

Die Helden der ersten Stunde, sind leider schon länger nicht mehr dabei, ebenso wenig, wie die meisten Autoren der frühen Publikationen. Die allgemeinen Entwicklungen und Umwälzungen im derischen Kosmos und dem Setting selber haben ihre Spuren eben auch bei Myranor hinterlassen. Heute schreiben ein bis zwei Dutzend Menschen für den Uhrwerk Verlag an Myranor. Über 80 Publikationen, Artikel und Produkte sind in den bisherigen Jahren entstanden.
Mit Beginn der „Schulzeit“ kam das Kleine in neue Obhut und wurde dann dem netten Onkel Pat in Pflege gegeben, der sich auch heute noch um das mittlerweile zum Teenager gewordenen Kind kümmert. Ihm zur Seite stehen inzwischen einige derjenigen, die ihre ersten Erfahrungen mit Myranor im Rahmen des Fanzines machen durften. Auch dieses hat nun zehn Jahre überlebt und sich damit in die Senioren-Reihe von Fanzines hineingeschrieben. Beide Ereignisse, Jubiläen beruhen auf der gleichen Grundlage: dem Engagement und der Treue von Fans. Das war der Antrieb Myranor auch gegen Fanpros Müdigkeit zu unterstützen und der Anlass für Patric Götz Myranor zu übernehmen und weiterzuführen.
Und deshalb ist diese Sonderausgabe auch keine dicke Werbetüte mit Geschichten über „früher war alles besser“, „Was ihr schon immer über Myranor wissen wolltet, …“ oder einer Klappentext-Sammlung aller Publikationen. Diese Sonderausgabe des Uhrwerk! mit seinem Memoria Myrana-Teil für Myranor bringt genau das, was Myranor ausmacht:
Geschichten, Abenteuer, Helden, Spannung und Infos rund um Myranor … von Fans, mit Fans und für Fans.

Wir sehen uns auf der nächsten Con …

Peter Horstmann
(Myranor-Fan seit 2004)

covermyr

Ausgabe 5

Der erste Jahrgang ist geschafft , nun muss es weiter, gilt es doch eine Tradition zu starten und eine andere fortzusetzen. Morgen geht es nach Norden zur HeinzCon, was auch diese Ausgabe beeinflusst hat und für einige Verzögerungen sorgte. Ebenfalls sehr ärgerlich und arbeitsintensiv war der Angriff auf die Seite der Memoria Myrana. Doch auch da geht es weiter und das Material sollte bald (wohl erst nach der Myranor-Sonderausgabe vom Uhrwerk!) wieder zugänglich sein. Die Myranor-Ausgabe kommt selbstredend auch erst nach der HeinzCon 😉 Die kommende Ausgabe des Uhrwerk! wird sich übrigens mit dem Thema „Luft “ beschäftigen. Welches Thema danach kommen wird, steht noch nicht zu 100% fest. Ihr könnt also im Forum (community.uhrwerk-verlag.de/index.php?topic=726.0) mit darüber entscheiden, was nach der Luft das nächste Oberthema wird. Ein paar Ideen haben wir schon einmal vorgeschlagen, aber da gibt es sicher noch mehr:

  • Kraft / Magie / Hexerei / Psi – Die Manipulation der Welt mit besonderen Kräften
  • Tod / Untod – Das Leben nach dem vermeintlichem Ende
  • Reise / Entdeckung / Forschung – Die Suche nach dem Unbekannten
  • Kampf / Krieg / Zwist – Lasst los die Hunde des Krieges weder noch … eigene Ideen bitte in Posts vorschlagen

Wir werden eure Vorschläge dann in die Umfrage einfügen. Dabei haben wir darauf geachtet, dass man sein Abstimmverhalten ändern kann. Die Umfrage läuft bis Mitte Mai (ab dem 1. März 70 Tage)

Wir freuen uns auf eure Einsendungen zum Thema Luft , hoffen auf rege Beteiligung bei der Abstimmung und wünschen nun viel Spaß mit dem Inhalt dieser Ausgabe.

Peter Horstmann
(Chefredakteur)

cover04