Category Archives: Ausgaben 2018

Ausgabe 18

»Tabuin«, René Littek, 2004

»Tabuin«, René Littek, 2004

»Erledige die Dinge, bevor sie dich erledigen.« – Mark Leiblein, Namestorm

Dieses Zitat zum Thema Organisation(en) hätte ich während der letzten Monate gerne abgeändert: Erledige die Dinge, bevor sie sich erledigt haben.
Die Arbeit am Magazin ist meist eine schöne Tätigkeit. Man darf die Texte schon vor allen anderen lesen, hat das Vergnügen sie ins rechte Licht zu setzen und ihnen einen Rahmen zu geben, in dem sie dann glänzen können.

Auch die Beiträge zu diesem Magazin haben alle das Potential zu glänzen und den Lesenden, denjenigen, welche die Abenteuer spielen, viel Freude zu bringen.

Es hat aber noch nie so lange gedauert, ausreichend viel Inhalt für ein Magazin zu bekommen. Über Wochen hinweg war das Magazin mit zwei Beiträgen sehr leer. Dann tröpfelten weitere Artikel herein, Beiträge, die eigentlich gar nicht zum Thema beitragen wollten, sondern schlichtweg gerade zur Verfügung standen, fertig geworden waren. So konnte dann doch noch ein Magazin zusammen kommen. Doch ohne ausreichend Beiträge wird es kein Magazin mehr geben – ohne Schreiben, kein Lesen.

Peter Horstmann
(Chefredakteur)

Ausgabe 17

»Tabuin«, René Littek, 2004

»Tabuin«, René Littek, 2004

»Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zu dem Problem.«

Mord, Raub, Vergewaltigung und Entführung – der Tätigkeitsbericht einer „erfolgreichen“ Kaperfahrt ist eine absolute Katastrophe für unzählige Menschen und doch sind Piraten immer wieder positiv besetzt, eigentlich ein soziales no go.
In vielen Büchern und Filmen stellen sie die heimlichen oder offensichtlichen Helden, die aus den strengen Systemen ihrer Jugend und Heimat ausbrechen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Dieser romantische Blick, der die oftmals sehr reale Armut und Not solcher Mannschaften ausblendet, erinnert uns an Robin Hood und Klaus Störtebecker, die von den Reichen und Korrupten nahmen. In der Variante des kleinen Gauners hat es Han Solo in die Herzen unzähliger Fans geschafft, ein Held der nicht nur zuerst schießt, sondern es mit den Gesetzen und den möglichen Folgen für andere auch nicht immer so genau sieht. Aktuell ist ein solcher Film-Held der spleenige Captain Jack Sparrow, der das Eingangs-Zitat in Fluch der Karibik spricht und damit eine Zusammenfassung all der Mythen und Legenden rund um Piraten gibt: Piraten halten sich nicht an die üblichen Wege und Sichtweisen, sprich an die
allgemein gültigen Regeln. Stattdessen haben sie ihren eigenen Codex. In den Filmen erlebt man als Pirat tolle Abenteuer und findet große Schätze. In ihrer eigenen Welt trotzen sie den bösen Machthabern der Zivilisation, die mit Hilfe selbstgemachter Gesetze nicht weniger rauben und stehlen. Doch im Gegensatz zu den Untertanen leben Piraten frei und (mehr oder weniger) glücklich.
Dass es auch etwas anders geht, zeigt Captain Hook in Peter Pan, der im Gegensatz zum frei lebenden Helden steht und eine Bedrohung darstellt. Auch in der Schatzinsel sind die Piraten nicht die Helden. Auch im Rollenspiel sind Piraten meist ein Mittel zum Zweck und für den Spielleiter ein gutes Werkzeug. Mit den Freibeutern lassen sich Seereisen interessanter machen, sie geben Anreize einsame Inseln zu besuchen und hinterlassen freundlicherweise Berge von Schatzkarten.

 

Wo und wie setzt ihr Piraten in euren Runden  ein? Habt ihr schon mal eine Piraten-Crew als Helden genutzt? Schreibt eure Meinungen und Erfahrungen ins Forum.

Wir sehen uns dann auf Mêlée …

Peter Horstmann
(Chefredakteur)